tagebuch day 17 |
Heute
zieht sich das Frühstücken in die Länge. Nicht etwa, weil wir ungewöhnlich
viel oder besonders gemütlich essen, nein, es dauert einfach sehr lange
bis man die Getränke ordern darf, bis man anschliessend das Frühstück
bestellen darf und bis schlussendlich alles serviert wird. Es handelt sich
um eine Art "Slow Food" - und das im Land des "Fast
Food". Unsere Familie bevorzugt eindeutig Etablissements mit einem
Buffet. Wir verstauen
unser Gepäck im Lincoln, was uns erfreulicherweise - wenn auch nur knapp
- gelingt.![]() Bild "Hertz" Wir verlassen die Wüstenstadt auf dem Las Vegas Boulevard in Richtung Süden. Erneut auf der Interstate 15 fahren wir in Richtung Los Angeles und steuern unser heutiges Ziel San Diego an. Wir erwarten eine Fahrzeit von sechs Stunden, immer auf diesem Highway. Eine lange Zeit. Ursprünglich wollten wir mit dem Flugzeug nach San Diego. Der Flugpreis hat uns aber davor abgeschreckt. Also haben wir uns dazu entschlossen, anstelle eines normalen Mietwagens einen etwas luxuriöseren zu mieten und damit die Strecke von Las Vegas nach San Diego selbst zu fahren. Eine gute Entscheidung. Trotz der langen und für die Kinder landschaftlich eher langweiligen Fahrt, fühlen sie sich im geräumigen Fond recht wohl. Wir hören Radio und sind darüber erstaunt, dass selbst in diesem Niemandsland die ganze Zeit ein Sender gut zu empfangen ist. Schliesslich stellen wir fest, dass es sich um ein Station handelt, die ausschliesslich für die Automobilisten entlang der I15 sendet. Zweimal passieren wir ein Pannenfahrzeug am Strassenrand, was der Sender dann prompt als Verkehrsbehinderung bekannt gibt. Längst haben wir den Staat Nevada verlassen und durchqueren die Mojave-Wüste Kaliforniens. Bei der Stadt Barstow mündet der Highway 40 in die I15, was uns noch zusätzlichen Verkehr beschert. Die Fahrweise der Amis ist zugegebenermassen angenehmer als die der Automobilisten auf der Strecke Basel - Frankfurt, aber dennoch längst nicht so ruhig wie es immer erzählt wird. Insbesondere auf nur zwei- oder dreispurigen Autobahnen wird nach Herzenslust links und rechts überholt. Natürlich immer abwechslungsweise. Wir umfahren Los Angeles westlich und gleiten gemütlich auf unser Ziel San Diego zu. Dazwischen wird wieder einmal der Weltkonzern McDonalds unterstützt. Obwohl wir schon 1987 einmal während zwei Monaten in San Diego gelebt haben, verpassen wir den direkten Weg zum (über das Internet!) gebuchten Hotel "Bahia Resort". Das Hotel verfügt über einen schönen Pool. Obschon es bald eindunkeln wird und es bereits etwas kühler geworden ist, gibt es keine stichhaltigen Argumente um unsere Mädchen in den nächsten Stunden aus dem Pool zu locken. ![]() Die Kinder vergnügen sich lange Zeit mit Wasserspielen und Wettschwimmen mit zwei amerikanischen Mädchen. Sie verstehen sich nicht und verstehen sich doch blendend. Der Autor, der kein Freund langen Badens ist, testet seine Fähigkeiten an einem Flipperautomaten. Gegessen wird heute "à la Carte" im hoteleigenen Restaurant feine, italienisch angerichtete Teigwaren. |