tagebuch
day 14
Nach einem ausgiebigen Frühstück - heute ohne gekochte Eier - verlassen wir den Zion National Park und durchqueren das hübsche Städtchen Springdale. Nach einiger Zeit, kurz nachdem wir die Ortschaft mit dem dramatischen Namen Hurricane passiert haben, erreichen wir die Interstate 15. Auf dieser wichtigen Verkehrsverbindung zwischen Los Angeles und Salt Lake City können wir erneut unzählige dieser beeindruckenden Trucks mit je einem oder gar zwei Anhängern bestaunen. Wir verlassen den Staat Utah und befinden uns während der nächsten zirka 40 Kilometer erneut im Staate Arizona, bevor wir dann die Grenze zum Staat Nevada erreichen. Diese Staatsgrenze von Nevada ist schon von weitem auszumachen, weil das in Nevada erlaubte Glücksspiel die Investoren dazu motiviert hat, gleich an der Grenze die ersten Casinos zu errichten und mit überdimensionierten Werbetafeln auf sie hinzuweisen. Ihre Absicht besteht offensichtlich darin, das Geld der spielfreudigen Reisenden mit Ziel Las Vegas schon frühzeitig abzuzocken. Wir verlassen den Highway und machen unsere Einkäufe in dieser Retortenstadt. Auf dem Parkplatz begrüssen uns - bestimmt aufgrund unserer Schweizer Flagge am Camper - zwei ältere Ehepaare aus der Schweiz. Sie haben hier in der Nähe an der Weltmeisterschaft der Tontaubenschützen - oder so was ähnliches - teilgenommen, und zeigen uns mit leuchtendem Stolz ihre Auszeichnungen. Erstmals nach vielen Tagen sind wir wieder in einem Gebiet mit Telefonempfang. Wir melden unser Wohlbefinden nach Hause und sind - nur mit T-Shirt und Shorts bekleidet - auf das kühle Herbstwetter in der Schweiz gar nicht neidisch. Telefonisch wird ein Stellplatz auf dem Campingplatz in Las Vegas reserviert (free reservations 1-800-KOA-7782). Die Fahrt geht auf dem kurvenreichen Highway weiter in Richtung Las Vegas. Faszinierend, wie sich die Trucks auf dieser gefährlichen Strecke kleine Rennen liefern. Wenn es aufwärts geht überholen diejenigen mit wenig Ladung, wenn es abwärts geht, kommen die schweren Trucks wieder "in Schuss". Bei Glendale verlassen wir die Interstate 15 um zum Valley of Fire zu gelangen, welches bis an die Ufer des Lake Mead reicht. Das Valley of Fire ist der älteste State Park in den Staaten. Nicht so spektakulär wie die Nationalparks, aber trotzdem ein Umweg oder ein Ausflug von Las Vegas wert. 
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Aussichtspunkt im Valley of Fire. (Fremdfoto)
Im Visitor Center kann eine interessante Ausstellung über die Besiedlung der Gegend besucht werden. Uff!, wir wussten gar nicht, dass Amerika schon so früh besiedelt war. In dieser Ausstellung wird auch die Flora und Fauna der Gegend aufgezeigt und erklärt. Somit bestaunen wir auch so hässliche Tiere wie etwa Taranteln und Skorpione. Wieder draussen auf "freier Wildbahn" sehen wir einige Squirrel umherspringen und füttern diese mit den Erdnüssen, die uns nicht mehr schmecken. Die kleinen Hörnchen schnappen sich die Nüsse und springen damit in ein weit von uns entferntes Versteck um diese dort entweder gleich zu Essen oder sie als Vorrat zu lagern. Nach wenigen Minuten sind sie jeweils wieder zurück. Es hat hier einen wunderschön gelegenen Campground (ohne Strom/Wasser). Als Leser denkst du jetzt vielleicht: "Schon wieder eine Superlative." Doch vertrau uns, es ist wirklich unglaublich schön, inmitten der Felsen zu campen. Nach bald schon zwei Wochen Camperabenteuer neigt sich unser Verlangen nach purer Natur langsam zum Ende hin und wir freuen uns auf einen gut ausgerüsteten Campingplatz mit ordentlichen Duschen und einem Swimmingpool, und natürlich auf die Stadt Las Vegas. Wir fahren deshalb weiter. Gegen 18 Uhr treffen wir in Las Vegas ein. Die Aussenquartiere machen einen eher unfreundlichen Eindruck.
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Der KOA-Campingplatz liegt mitten in der Stadt (4315 Boulder Highway), ist jedoch als Ausgangspunkt zum Besuch der Kasinos durchaus geeignet und hübsch angelegt.
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Unsere Kinder halten sich die nächsten Stunden ausschliesslich am/im Pool auf. 
Ja richtig, zwei Tage nach unserer Schneeballschlacht wird wieder gebadet.

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