Der
Morgen bringt eine Ueberraschung: Schnee! Die Morgensonne beleuchtet die leicht verschneite Landschaft wunderschön. Wir erinnern uns an
die heissen Tage vor einer Woche und an unser Bad im Lake Powell vor nur
zwei Tagen.

Wirklich aussergewöhnlich, nun auf Neuschnee zu treffen. Wir befürchten, dass der
Schnee in der Morgensonne bald wieder schmelzen wird und raffen uns sofort
auf, um zum Canyonrand zu fahren. Bis zum gewählten Aussichtspunkt
gewinnen wir nochmals etwa 300 Meter an Höhe. Hier liegen etwa 20 cm
Schnee. Der Canyon sieht im neu
angezogenen Winterkleid eindrücklich aus. Eine familieninterne Schneeballschlacht ist nicht zu vermeiden,
wobei das Motto "alle gegen Papa" zu heissen scheint.
Das anschliessende Frühstück geniessen wir bei spezieller Aussicht im Camper. Wir verlassen den Bryce Canyon und machen uns zum nächsten
Highlight auf: Zion National Park. Eine schöne Wegstrecke führt uns zum
Parkeingang. Von dort folgen wir einer schmalen, kurvenreichen Strasse vorbei am "Checkerboard" zum
Eingang des Mount Carmel Tunnels. Über den "Canyon Overlook Trail" gelangt man zu einer Stelle mit
einer eindrücklicher Aussicht. Leider gibt es auch hier kaum Parkiermöglichkeiten, sodass wir uns vor dem Tunnel in die Reihe der Fahrzeuge stellen die auf
den "Konvoi" warten.
Das (zu) enge Tunnel darf von Wohnmobilen und Autobussen nur im Konvoi
befahren werden. Dazu ist eine Gebühr fällig. Konvoi tönt zwar mega
spannend, ist es aber nicht: Die Fahrzeuge fahren einfach
abwechslungsweise berg- oder talwärts. Egal ob PW oder Camper. Das Problem könnte
auch mit einer simplen Lichtsignalanlage gelöst werden. Wieder im
Tageslicht, geniessen wir an verschiedenen Ausweichstellen die Aussicht.
Wir fahren zum Visitor Center, parken unser Schiff und besteigen den kostenlosen Shuttlebus, der alle 10 Minuten durch
den autofreien Canyon bergwärts und dann wieder zurück fährt. Es gibt
acht Haltestellen auf dieser Strecke. Wirklich gut gelöst und vermutlich
Vorbild für das Projekt am Grand Canyon. Wir steigen in der Zion Lodge
aus und geniessen dort im Gartenrestaurant - nach dem Schnee von heute
Morgen ist "geniessen" wirklich nicht übertrieben - die warme
Sonne und einen Hamburger. Zurück am Ausgangspunkt fahren wir zum
nahegelegenen und wunderschön in die Gegend eingebetteten "Watchman
Campground". Beim Kochen von Speck und Eier, geht im Camper ständig der Gasalarm los. Abstellen lässt sich der Alarm
nicht etwa einfach per Knopfdruck, sondern nur durch gutes Lüften.

Fremdbild "Zion
National Park"
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