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Sportaktivitäten

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Die Norweger sind ein naturverbundenes und sportliches Volk.
Internationale Erfolge in den Wintersportarten, oder etwa im Orientierungslauf erstaunen
nicht. Schon eher aber der Aufschwung der Fussballer (nicht in den Jahren
2001/2).
Weltweit beachteter Höhepunkt der norwegischen Sportgeschichte waren sicherlich
die Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer.
Ein Volksfest wie es kaum mehr zu übetreffen sein wird.
Die Möglichkeiten sich als Gast in Norwegen sportlich zu
betätigen sind schier unerschöpflich. Nachfolgend der Versuch einer kleinen Auflistung
mit ein paar Tips.
Angeln Biken
Gletscherwanderung Kanufahren
Klettern
Radtouren Reiten
Segeln/Surfen
Sommerski
Ski alpin/Snowboard Ski nordisch
Tauchen
Wandern
Angeln
Angeln, oder Fischen, wie wir in der Schweiz sagen, ist natürlich für
die Norweger kein Sport, sondern eine nützliche Freizeitgestaltung und so
selbstverständlich wie bei uns das Fahrradfahren. Im
Meer ist Angeln kostenlos und wird mit allen bekannten
Methoden praktiziert. An der Küste besteht fast überall die Möglichkeit mit einem
Fischkutter zum Meeresangeln hinauszufahren. Besonders gute Fanggründe finden Sie um
Inseln wie Karmøy, Utsira, Bømlo, Håholmen sowie rund um die Inseln in der Nähe von
Ålesund. Im Meer dominieren Makrele, Dorsch, Köhler und Schellfisch.

Für Flüsse, Bäche und Bergseen müssen Angler (ab 16
Jahren) eine staatliche Angellizenz lösen, die es bei jedem Postamt gibt.
Befinden sich die Gewässer in privatem Besitz muss zusätzlich eine Angelkarte gelöst
werden. Eine solche erhalten Sie meistens beim örtlichen Touristenbüro, in Hotels oder
auf Campingplätzen. Der Preis ist abhängig vom Fischreichtum. Teuer wird es wenn Sie in
den besten Lachsflüssen des Landes Angel wollen. In einigen Flüssen erreichen die Lachse
ein Gewicht von 15 bis gegen 30 Kilogramm, normalerweise jedoch 2 bis 4 Kilogramm.
Mein persönlicher Tip zum
Lachsangeln
Biken
Die bergige Landschaft fordert Bikern und Radtouristen einiges ab.
Wer aber die Herausforderung sucht, findet zwischen Oslo und dem Nordkapp reichlich
Möglichkeiten. Eine der schönsten Radtouren Norwegens führt entlang der Bergenbahn von
Geilo über Finse nach Voss oder in umgekehrter
Richtung. Auf geschotterten Versorungswegen die ursprünglich für den Bau der Bahn
angelegt wurden, verläuft die Mehrtägige Tour "Rallarvegen"
durch das Gebirge.Es ist auch möglich verschiedene Teilabschnitte mit dem Bike
zurückzulegen und auf den restlichen Abschnitten das Bike mit der Bergenbahn zu
transportieren. Entlang der Strecke werden vielerorts Mountainbikes vermietet. Es gibt
auch organisierte Touren. Infos beim Autor.
Verwegene Abfahrer können sich auch die rund 20 Kilometer lange Schotterpiste von
der Bahnstation Myrdal (867 müM) nach Flåm am Aurlandsfjord (0 müM) hinunterstürzen.
Von dort besteht eine Schnellbootverbindung nach Bergen.
Infos über den Rallarvegen und die
Bergenbahn (norwegisch)
Tourenfahrer sollten die grossen Strassen meiden, da es keine Radwege gibt.
Gelegentlich müssen happige Umwege in Kauf genommen werden, da viele der Strassentunnels
für Fahrräder gesperrt sind. Dies eröffnet dafür herrliche Ausblicke auf nahezu
verlassenen Strassen. Helm nicht vergessen!
Syklistenes Landsforening (SLF)
Gletscherwanderung
Gletscherwanderungen sind - wie wir Alpenländler wissen - nicht ungefährlich. Es
empfiehlt sich mit einer geführten Gruppe oder einem Führer loszuziehen. Gut zugänglich
sind der Nigardsbreen vom Jostedal aus (Info: Touristenbüro Luster) oder die Gletscher
von Jontunheimen mit dem Ausgangspunkt Krossbu oder Sognefellhytta (Info: Touristenbüro
Lom).
Ein eindrückliches Fotomotiv stellt der Briksdalsbreen nahe Olden dar. Man
erreicht ihn gar ohne zu laufen. Vom Parkplatz fahren kleine Kutschen direkt zum
Gletscher.
Das norwegische Gletschermuseum
befindet sich in Fjaerland. Es bietet ein begehbares Modell.

by Finn Loftesnes
Weitere Ausstellungen findet man im Breheimsenter im Jostedal sowie im
Jostedalsbreen Nasjonalparksenter in Oppstryn.
Kanufahren
Idyllische Binnenseen, ruhige Flussarme und natürlich die lange
meist geschützte Schärenküste laden zum Kanufahren ein. Für mehrtägige Touren eignet
sich Südnorwegen am besten. Kanus können an vielen Orten gemietet werden. In den
Gebirgsregionen gibt es viele Wildwasser die mässig bis sehr schwer klassifiziert werden.
Die Flüsse erreichen Mitte Juni bis Ende August den Höchststand.
Klettern
Das bekannteste norwegische Klettergebiet mit der berüchtigten, 1000
Meter senkrecht abfallenden Trollwand (Trollveggen) liegt im Romsdal. In Åndalsnes finden
Sie das Aak Fjellsportsenter, welches auf Wander- und Klettertouren spezialisiert ist.
Weitere Informationen finden Sie auch beim
Norsk Tindeklubb

Radtouren
Radtouren in Norwegen sind etwas eher aussergewöhnliches und
doch offensichtlich beliebt wie die folgende Reiseberichte beweisen:
Reisebericht
Helmut Vogler
Bericht Weber Online
Reiten
Überall in Norwegen bieten Reitzentren die Möglichkeit Pferde zu
leihen, Unterricht zu nehmen und an geführten kurzen oder mehrtägigen Ausritten
teilzunehmen. Besonders lohnend sind Ausflüge auf die Hardangervidda.
Auskünfte bei den Touristenämtern oder beim Norsk
Rytterforbund in Oslo.
In Nordfjordeid findet jedes Jahr im Frühling eine grosse Hengstausstellung
statt. Ein Blick in die Ställe des Norsk
Fjordhestsenter ist für jeden Pferdefreund ein Muss.
Segeln /
Surfen
Mit wenigen Ausnahmen ist der Küstenteil durch vorgelagerte
Schären geschützt und demnach ideal zum Segeln. Optimale Vorbereitung und gutes
Kartenwerk sind jedoch nicht nur selbstverständlich sondern auch unerlässlich. Im
Fachhandel sind entsprechende Bücher wie
"Gästehafen in Norwegen" oder "Wir kreuzen in norwegischen
Gewässern" erhältlich.
Beachten Sie, dass es nicht überall Segelboote zu mieten gibt. Das gleiche gilt im
übrigen für Motorboote, da nahezu jeder Norweger über ein eigenes Boot verfügt ist das
Angebot an Mietbooten gering.
In den letzten Jahres ist surfen immer populärer geworden. Insbesondere an der Küste
herrschen meist perfekte Bedingungen. Dank guten Neoprenanzügen, sieht man auch im hohen
Norden, beispielsweise in der Nähe von Tromsø starke Surfer. Es gibt allerdings nur in
wenigen Orten gut ausgerüstete Surfshops.
Sommerski/Snöben
Es gibt verschiedene Sommerskicenters, speziell im Fjordland auf dem
Folgefonn-Gletscher, im Sognefjell
und im Strynefjell bei
Grotli. Ein einmaliges Erlebniss Ski zu fahren mit Blick auf Fjord und Fell. Dazu scheint
die Sonne bekannterweise im Sommer auch abends noch hoch vom Himmel.
Ski alpin / Snöben
Norwegen ist noch immer ein untypisches Ziel für mitteleuropäische
Alpinsportler, obwohl Skifahren in Norwegen ein lange Tradition hat, oder gar hier
"erfunden" wurde. Die Entwicklung bei der Erschliessung von Skigebieten verlief
aber nicht so stürmisch wie in den Alpen. Norwegen bietet deshalb viel Platz, Erholung
und ökologisch vernünftige Anlagen.
Insbesondere das Gebiet um Lillehammer ist dank den Olympischen Winterspielen
bekannt und anerkannt. Es gibt noch viele weitere Skiregionen in West- und Mittel- und
Ostnorwegen, wie Oppdal, Voss, Trysil, Sirdal, Hovden, Haukeligrend, Stryn. Fragen Sie
Ihre Norwegenreisebüro oder schauen Sie hier.
Weitere Links:
Snowboard.no
Sognefjell
Ski nordisch
Norwegen gilt noch immer als klassisches Langlaufland. Die Norweger sollen
ja angeblich mit Skier an den Füssen zur Welt kommen. Ein Netz von präparierten Loipen
umgibt alle grösseren Orte und verbindet in den Fjellgebieten die einzelnen Hütten. Bis
weit in den Sommer hinein ist Skiwandern bei Finse, dem höchsten Haltepunkt der
Bergenbahn, möglich.
Selbstverständlich ist Ski nordisch auch in allen erwähnten "Alpinorten"
möglich.

Bild um 1895
Tauchen
Natürlich muss es herrlich sein in Tunesien oder auf den Malediven
zu tauchen. Viele tun das. Die norwegische Küste bietet etwas anderes.
Klares Wasser, eine üppige Unterwasserflora und Fauna sowie an der Westküste die
Erkundung unzähliger Schiffwracks die vor der gefährlichen Küste abgesoffen sind. Im
Küstengebiet liegen viele Tauchzentren, die Ausrüstung ausleihen und Kurse wie auch
Unterkunft anbieten.
Håholmen
Wandern
Wer in Norwegen markierte Wanderwege wie in der Schweiz erwartet wird
enttäuscht.Im Fjell wo mehrtägige Wanderungen von Hütte zu Hütte möglich sind, stehen
kleine Steinhaufen und gelegentlich ein rotes T als Markierungen. Den genauen Weg muss man mit Karte
und Kompass herausfinden. Das so markierte Netz umfasst 18500 Kilometer Wanderwege! Für
Anfänger empfehlen sich geführte Wanderungen die der DNT, (Norwegischer
Bergwanderverein) oder einzelne Touristenbüros anbieten. Auf den Karten von "Cappelen" sind die grösseren
Wanderrouten mit Zeitangaben und Hütten markiert. Beim DNT erhält man ebenfalls
detaillierte Karten für mehrtägige Wanderungen.Achtung: Die Zeitangaben sind ohne Pausen
berechnet. Ein Zelt ist nicht notwendig, da es viele, meist unbewirtschaftete Hütten hat.
Einige verfügen über Proviant. Beachten Sie bei der Ausrüstung das oft garstige,
schnell wechselnde Wetter und befragen Sie bei schwierigen Abschnitten den lokalen
Hüttenwart.
Der DNT verfügt über eine sehr informative Homepage
mit Tourenvorschlägen und der Angabe und teilweise Abildung der bewirtschafteten Hütten.

DNT-Hütte in Røldal
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