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Die
Geschichte Norwegens ist nicht weniger interessant und bewegt, als diejenige anderer
europäischer Länder. |
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Zeittafel 9000-8000 v.Chr. Fischer und Jäger
besiedeln eisfrei gewordene Küstenstriche 1800-500 v.Chr. Bronzezeit 500 v.-500 n.Chr. Eisenzeit 793 n.Chr. erster Wikingerzug nach Lindisfarne 860-930 Harald Schönhaar besiegt die letzten Kleinkönige (Sieg im Hafrasfjord) und einigt das Land; Beginn der Auswanderung nach Island 995-1000 Olav Tryggvason versucht die Einführung des Christentums, er gründet Trondheim 1000-1014 dänische Oberhoheit unter Sven Gabelbart 1015-1030 Olav Haraldsson verhilft dem Christentum zum Sieg. Nach seinem Tod 1030 in der Schlacht von Stiklestad wird er zum Nationalheiligen des Landes 1028-1035 Dänenkönig Knut der Grosse regiert auch in Norwegen 1066 Tod des letzten Wikingerkönigs Harald Hardräde 1152 Trondheim (damals Nidaros) wird Sitz des Bischofs von Norwegen ca.1240 Unter Häkon IV. Häkonsson ist Norwegen eine europäische Grossmacht und erreicht seine grösste territoriale Ausdehnung 1250 Privilegienbriefe für Lübecker Kaufleute als Grundlage für die Vormachtstellung deutscher Kaufleute in Norwegen 1349/50 Die Pest vernichtet die Hälfte der Bevölkerung; Eröffnung des Hanseatischen Kontors in Bergen 1380-1814 Zeit der Dänenherrschaft 1387-1412 Margarete 1. wird Nachfolgerin ihres Sohnes Olav und gewinnt 1389 auch Schweden 1397 In der Kalmarer Union schliess Norwegen, Dänemark und Schweden vertraglich zusammen. Norwegen wird dänische Provinz 15. Jhdt. Die Hanse beherrscht von Bergen aus Norwegens Wirtschaft 1536 Einführung der Reformation in Norwegen-Dänemark. Das Dänische setzt sich als Amts- und Schulsprache durch ca.1550 Beginnender Verfall der Hanse und des deutschen Handels nach Bergen 1588-1648 Christian IV. ist König von Norwegen-Dänemark. Er gründet Christiania (Oslo) neu und lässt norwegische Kupfer- und Silbervorkommen durch deutsche Bergleute abbauen 1700-1721 Nordischer Krieg Schwedens gegen Dänemark, Russland, Polen-Sachsen und Brandenburg-Preussen. Karl XII. fällt vor der norwegischen Festung Frederikshald 1750 Auflösung des Hanseatischen Kontors 1807-1814 Dänemark-Norwegen steht auf der Seite Napoleons gegen England und Schweden 1814 Dänemark muss im Frieden von Kiel Norwegen als Entschädigung für Finnland an Schweden abtreten. Nach vergeblichen Bemühungen um volle Selbständigkeit behält Norwegen seine Verfassung und ein eigenes Parlament, wird aber in Personalunion (bis 1905) mit Schweden verbunden ab 1837 Beginn des Sprachenkampfes in Norwegen 1898 Allgemeines Wahlrecht für Männer 1905 Auflösung der schwedisch-norwegischen Union; der Dänenprinz Carl wird als Häkon VII. norwegischer König (bis 1957) ca. 1900-1910 verstärkte Emigration, vor allem in die USA; Seit Mitte des 19. Jhds. hatten knapp eine Million Norweger ihre Heimat verlassen 1911 Amundsen erreicht den Südpol 1913 Einführung des Wahlrechts für Frauen 1914-1918 Norwegen, Dänemark und Schweden bleiben im Ersten Weltkrieg neutral 1920 norwegische Oberhoheit über Svalbard (Spitzbergen) 1940 Deutsche Truppen besetzen am 9./10. April das Land; König und Regierung fliehen nach London 1945 Kapitulation der Hitlerarmee 1946 Norwegen tritt der UNO bei 1949 Norwegen wird NATO-Mitglied, lehnt aber ausländ. Militärbasen auf seinem Territorium ab 1952 Gründungsmitglied des Nordischen Rates 1960 Mitgliedschaft in der EFTA 1969 Beginn der Ölsuche in der Nordsee 1972 Norwegen entscheidet sich per Volksabstimmung knapp gegen eine EG-Mitgliedschaft 1981 Gro Harlem Brundtland (Arbeiterpartei) wird erste Ministerpräsidentin des Landes 1984 Bürgerliche Regierungskoalition nach elfjähriger sozialdemokratischer Herrschaft 1986 Rücktritt der Regierung Willoch, erneute Regierungsbildung durch die Arbeiterpartei 1992 am 19.11. stimmt das Storting mit 104 zu 55 Stimmen für einen Antrag zum EG-Beitritt 1993 die Arbeiterparteiregierung von
Gro Harlem Brundtland bleibt an der Macht, doch die antieuropäische Zentrumspartei kann
die Zahl ihrer Parlamentssitze verdreifachen
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