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Norwegen von A-Z 

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Autofahren

Das Strassennetz ist in der jüngsten Vergangenheit in beeindruckender Weise ausgebaut worden, dennoch darf man die Entfernungen nicht unterschätzen, denn viele Strecken sind kurvenreich, weisen erhebliches Gefälle oder starke Steigungen auf. Viel mehr als 300 km sollte man am Tag nicht zurücklegen, wenn die Reise nicht zur Tortur werden soll. Anderseits bieten die häufigen Fährverbindungen in vielen Teilen Norwegens eine herrliche Unterbrechung der Reise.Fjord Fähre
Motto: Fähren statt Fahren

Den aktuellen Fährfahrplan (Rutetabellar) von Møre og Romsdal, diejenigen vom Sogne & Fjordane und diejenigen vom Hardangerfjord finden Sie mit einem kleinen Klick.

Zur Finanzierung teurer privater oder staatlicher Brücken-, Tunnel- und Strassenprojekte wird dem Autoreisenden an manchen Stellen eine Strassengebühr (bompenger) erhoben, meist um 20 NOK, wenn Brücken und Tunnel ehemalige Fähren ersetzen, auch deutlich mehr.
Link zu Strassengebühren, Verkehrsmeldungen (englisch)

Brücke zur Insel Runde
Foto Jürgen Rathgeb 1998 ©

Selbst wenn es noch so hell ist und die Sonne scheint, muss tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden! Eine Regelung die nach meiner Ansicht auch in Mitteleuropa durchgesetzt werden sollte.
Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind natürlich den topographischen Verhältnissen des Landes angepasst, so dass nur auf einigen Schnellstrassen 100 km/h gefahren werden darf. Ansonsten gilt ausserhalb geschlossener Ortschaften Tempo 80, die Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge über 3,5 t beträgt immer 80 km/h. Für Gespanne mit ungebremstem Anhänger gilt maximal Tempo 60. Innerhalb geschlossener Ortschaften darf grundsätzlich nicht schneller als 50 km/h gefahren werden . Sie sind gut beraten, sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten zu halten, da häufig (raffinierte) Kontrollen durchgeführt werden und Touristen nicht mit einer milderen Behandlung rechnen können. Die Geldstrafen sind für unsere Verhältnisse sehr hoch, so müssen Sie bei 75 statt 60 km/h mit einer Busse von 1600 NOK rechen, bei 85 km/h gar mit 2800 NOK. Ab einer Übertretung von über 50 km/h droht Gefängnis!
Wer ein Rotlicht überfährt oder das Überholverbot nicht beachtet, zahlt ein horrendes Bussgeld von 3000 NOK.
Natürlich werden in einem Land, das eine restriktive Alkoholpolitik betreibt, auch Alkoholsünder hart bestraft.
Wer die 0,2 Promille-Grenze überschreitet, läuft Gefahr, ein norwegisches Gefängnis kennen zu lernen (kein Witz!) und seine Fahrausweis für mindestens ein Jahr zu verlieren. Hohe Strafen drohen auch, wenn gegen die Anschnallpflicht verstossen wird. Das zusätzlich aufgebrummte Bussgeld entspricht nicht einem fixen Betrag sondern wird aufgrund des Einkommens berechnet. Je nach Situation müssen Sie mit einem oder zwei Monatsgehältern rechnen. Unter diesen Umständen verstehe ich alle meine Freunde und Bekannten die wirklich NIE trinken und fahren. Achtung: Kinder dürfen nur im Kindersitz mifahren.

Wer im Winter/Frühjahr Norwegen besucht, sollte auf jeden Fall Schneeketten mitnehmen, die im Gebirge vorgeschrieben sind; erlaubt sind auch Spikes. Erkundigen Sie sich vorher nach der Befahrbarkeit von Strassen im Gebirge, da diese oft bis Mitte Mai oder noch länger gesperrt sind. Ganzjährig geöffnet ist nur die "Hardangervidda-Strasse Nr. 7", wenn die Witterungsverhältnisse nicht zu extrem sind. Das Norwegische Fremdenverkehrsamt informiert.
Wer zu Hause Mitglied eines Automobilclubs ist, kann sich im Falle einer Autopanne an den NAF, den Norwegischen Automobilclub, wenden. Er unterhält auf den Hauptstrecken Notrufsäulen und hat einen regelmässigen Patrouillendienst.
Telefon (Tag und Nacht) NAF Alarm Zentrale, Tel: 08 505
Fähre Fjord 1958
um 1958



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