NORDLICHT TOUR
Vom Nordlicht inspirierte Legenden und GedichteZur nächsten Seite auf der
Nordlicht-Tour
Die
Nordlichter faszinierten Menschen seit alter Zeit. Die Eskimos und Indianer von
Nordamerika hatten viele Erklärungen für die Nordlichter. Stellen wir uns vor,
sie lebten jedes Jahr ein paar Monate ohne dass die Sonne hoch über den Himmel
stieg und die Stunden der Dunkelheit überwogen. Während diesen Perioden der
Dunkelheit erglühte von Zeit zu Zeit der Himmel mit den Bildern der
Nordlichter. Stellen wir uns vor, all die Geschichten die um diese
Himmelserscheinungen rankten.
Die ältesten Aufzeichnungen aus Skandinavien gehen auf die Wikingerzeit zurück. In einer um 1250 aufgezeichneten Chronik (Kongespeilet) werden die Nordlichter wie folgt beschrieben:
"Diese
Nordlichter haben die Eigenart, dass sie um so heller sind, je dunkler die Nacht
ist, sie erscheinen immer bei Nacht, aber niemals bei Tag, und am häufigsten in
der grössten Dunkelheit und selten im Mondschein.
Ihr Aussehen gleicht einer gewaltigen Feuerflamme, die man aus grosser
Entfernung sieht. Es scheint auch
so, als ob scharfe Punkte von dieser Flamme in den Himmel hinausschiessen, die
oft unterschiedlich hoch und in fortwährender Bewegung sind, und jetzt schiesst
eines, dann ein anderes hoch, und das Licht scheint wie eine lebende Flamme zu
lodern.... Es scheint mir nicht unwahrscheinlich, dass Frost und Gletscher dort
so mächtig geworden sind, dass sie diese Flammen brennen lassen können.
In Norwegen besagt ein alter Glauben, dass wenn Du dem Nordlicht winkst,
es herunterkommt und Dich holt.

FotoJan Curtis ©
Die Point Barrow Eskimos waren der einzige Eskimo-Stamm, der die
Nordlichterscheinungen als ein teuflisches Phänomen hielt. Sie trugen deshalb
in der Winterzeit Messer mit sich um sich gegen die Lichter zur Wehr setzen zu können.
Die Fox Indianer aus Wisconsin, betrachteten die Lichter als ein Zeichen
von Krieg und Pestilenz. Für sie waren die Lichter die Geister von getöteten
Feinden, die ruhelos vor Rache, versuchten wieder aufzuerstehen.
Die Salteaus Indianer aus Ostkanada interpretierten die Nordlichter als
tanzende menschliche Geister.
Die East Greenland Eskimos dachten die Nordlichter seien die Geister von
bei der Geburt gestorbenen Kinder. Die nun beim tanzen sich im Kreise drehenden
Kinder sollen die Bewegungen der Lichtbänder ausgelöst haben.
Die Makah Indianer aus dem Staate Washington glaubten die Lichter seien
Feuer weit im Norden, über welchen ein Stamm von Zwergen, halb so gross wie ein
Kanupaddel und so stark, dass sie Wale mit blosser Hand fingen, Walfischspeck
gekocht hat.
Die Mandan Indianer von North Dakota erklärten die Nordlichter ebenfalls
als Feuer, über welchem der grosse Medizinmann und Krieger der nordischen
Nationen, seine Feinde in einem riesigen Topf gärte.
Die Menominee Indianer von Wisconsin betrachteten die Nordlichter als
Fackeln, benützt von grossen, freundlichen Giganten im Norden um in der Nacht
mit Speeren fischen zu können.
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